Versorgung verstorbener Menschen

Nach dem Tod stellt sich die Frage, wie ein verstorbener Mensch versorgt wird – und ob Sie dabei sein oder selbst etwas übernehmen möchten. Wir erklären Ihnen, was wir unter Totenfürsorge verstehen, was bei der Versorgung geschehen kann und welche Möglichkeiten Sie haben, sich daran zu beteiligen.
Was bedeutet Totenfürsorge?
Häufig wird in unserer Branche von „hygienischer Versorgung“ eines verstorbenen Menschen besprochen. Für uns greift dieser Begriff zu kurz. Wir sprechen bewusst von Totenfürsorge.
Zur Totenfürsorge gehört, einen verstorbenen Menschen zu säubern und zu versorgen. Sie bedeutet für uns aber auch, sich ihm als Menschen zuzuwenden und zu fragen: Was braucht es jetzt noch, bevor der nächste Schritt gegangen werden kann?
Das kann bedeuten, den verstorbenen Menschen zu waschen und anzukleiden. Vielleicht soll die Person ihre eigene Creme oder einen vertrauten Duft bekommen. Vielleicht gibt es besondere Kleidung, einen Gegenstand, der sie begleiten soll, oder ein Ritual.
Und manchmal braucht es vor allem eines: Ruhe und Zeit.
Manchmal sind nur wenige oder gar keine Handgriffe richtig. Manchmal braucht es mehr. Für uns gilt: so viel wie nötig, so wenig wie möglich.
Wir möchten verstorbene Menschen im wahrsten Sinne des Wortes in Ruhe lassen. Was notwendig ist, tun wir. Alles Weitere besprechen wir miteinander. Denn ein Mensch bleibt auch im Tod ein Mensch. Wir begegnen ihm in einem sehr persönlichen, intimen und ungeschützten Moment. Entsprechend wichtig sind uns Respekt, Achtsamkeit und die Frage, was zu diesem Menschen und zu den Menschen gehört, die ihm nahe sind.
Was bedeutet Totenfürsorge?
Häufig wird in unserer Branche von „hygienischer Versorgung“ eines verstorbenen Menschen besprochen. Für uns greift dieser Begriff zu kurz. Wir sprechen bewusst von Totenfürsorge.
Zur Totenfürsorge gehört, einen verstorbenen Menschen zu säubern und zu versorgen. Sie bedeutet für uns aber auch, sich ihm als Menschen zuzuwenden und zu fragen: Was braucht es jetzt noch, bevor der nächste Schritt gegangen werden kann?
Das kann bedeuten, den verstorbenen Menschen zu waschen und anzukleiden. Vielleicht soll die Person ihre eigene Creme oder einen vertrauten Duft bekommen. Vielleicht gibt es besondere Kleidung, einen Gegenstand, der sie begleiten soll, oder ein Ritual.
Und manchmal braucht es vor allem eines: Ruhe und Zeit.
Manchmal sind nur wenige oder gar keine Handgriffe richtig. Manchmal braucht es mehr. Für uns gilt: so viel wie nötig, so wenig wie möglich.
Wir möchten verstorbene Menschen im wahrsten Sinne des Wortes in Ruhe lassen. Was notwendig ist, tun wir. Alles Weitere besprechen wir miteinander. Denn ein Mensch bleibt auch im Tod ein Mensch. Wir begegnen ihm in einem sehr persönlichen, intimen und ungeschützten Moment. Entsprechend wichtig sind uns Respekt, Achtsamkeit und die Frage, was zu diesem Menschen und zu den Menschen gehört, die ihm nahe sind.
Totenfürsorge geschieht bei uns so, wie wir es miteinander besprechen
Wenn Sie möchten, können Sie dabei sein, einzelne Handgriffe übernehmen oder Ihren verstorbenen Menschen gemeinsam mit uns versorgen. Die Totenfürsorge kann auch ganz durch Ihre Hände geschehen und von uns begleitet werden.
Genauso selbstverständlich können Sie die Versorgung vollständig uns überlassen. Sie müssen einen verstorbenen Menschen weder sehen noch berühren oder selbst versorgen.
Wir schaffen Gelegenheiten, Zeit und Raum, damit Sie herausfinden können, welche Nähe oder Distanz sich für Sie richtig anfühlt. Und Sie dürfen Ihre Entscheidung auch währenddessen ändern.
Denn vieles findet sich erst beim Gehen des Weges. Vorbereitung ist gut und wichtig. Doch genauso wichtig kann es sein, in der Situation selbst zu schauen, was sich jetzt gerade richtig anfühlt.
Wenn Menschen selbst an der Totenfürsorge beteiligt sind, kann daraus eine besondere Form der Begegnung entstehen: ein Liebesdienst, ein bewusstes Verabschieden, eine Hinwendung. Die Versorgung kann so selbst Teil des Abschiedsweges werden.
Sie können dabei sein. Sie müssen nicht.
Begreifen, was geschehen ist
Ein verstorbener Mensch ist noch immer der Mensch, den Sie kennen – und zugleich hat sich etwas verändert. Ihn zu sehen, zu berühren oder bei seiner Versorgung dabei zu sein, kann eine Möglichkeit sein, diese Veränderung auch mit den eigenen Sinnen wahrzunehmen.
Der Körper wird kühler, der Hautton kann sich verändern, und auch andere Phänomene können einsetzen. Das sind natürliche Veränderungen nach dem Tod. Wenn Sie wissen möchten, was Sie erwartet, sprechen wir mit Ihnen darüber.
Wie läuft die Versorgung eines verstorbenen Menschen ab?
Die Totenfürsorge kann dort beginnen, wo ein Mensch verstorben ist, oder bei uns im Bestattungshaus. Was vor Ort möglich und sinnvoll ist, hängt vom Ort, vom Zustand des verstorbenen Menschen und davon ab, was Sie als An- und Zugehörige möchten.
Zunächst schauen wir, was es braucht.
Manchmal sind erste Handgriffe notwendig, damit ein verstorbener Mensch gut und angemessen zu uns gebracht werden kann. Dazu kann gehören, ausgetretene Körperflüssigkeiten zu säubern, Wunden oder Zugänge zu versorgen oder Pflaster zu erneuern.
Manchmal braucht es vor Ort kaum etwas und die weitere Totenfürsorge findet später bei uns statt. Und manchmal entsteht schon am Sterbeort die Zeit und der Raum, einen Menschen gemeinsam zu versorgen.
Ein persönlicher Moment des Abschieds
Wenn eine ausführlichere Versorgung notwendig oder gewünscht ist, können beispielsweise der Körper und die Haare gewaschen, ein verstorbener Mensch rasiert, eingecremt und angekleidet werden. Wir versorgen Wunden und kümmern uns, wenn nötig, um Mund und Augen. Dabei gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, über die wir Sie gerne aufklären. Auch Schmuck, Kleidung und persönliche Pflegeprodukte gehören für uns zu den Dingen, die wir mit Ihnen besprechen:
Soll der Schmuck bei der Person bleiben? Gibt es ein vertrautes Duschgel, eine Creme oder einen Duft? Welche Kleidung passt zu diesem Menschen?

Was genau wir tun, richtet sich nach Ihnen.
Es gibt keinen festen Katalog wie sie ihren verstorbenen versorgen
Dabei arbeiten wir nicht einfach eine Liste ab. Auch wenn es für manche Handgriffe eine sinnvolle fachliche Reihenfolge gibt, ist gerade bei einer begleiteten Totenfürsorge etwas anderes entscheidend: Was ist für diesen Menschen und für Sie in diesem Moment wichtig?
Vielleicht möchten Sie beim Waschen helfen. Vielleicht die Haare richten oder Lippenstift auftragen. Vielleicht sind es zuerst die Socken, weil dieser Mensch immer kalte Füße hatte. Sie können von Anfang an dabei sein, später hinzukommen oder nur einen einzelnen Handgriff übernehmen. Und vielleicht möchten Sie lieber im Nebenraum sitzen, einen Tee trinken und einfach wissen, dass Ihr verstorbener Mensch gerade versorgt wird. Auch das ist eine Form des Dabeiseins.
Totenfürsorge am Sterbebett
Wenn die Totenfürsorge am Sterbebett stattfindet, kann auch das anschließende Betten in den Sarg gemeinsam geschehen.
Wie bei allem anderen gilt auch hier: Sie können daran beteiligt sein – Sie müssen es nicht.
Einen festen Katalog an Möglichkeiten gehen wir deshalb nicht mit jedem Menschen gleichermaßen durch. Wir erklären, fragen und hören zu. Dabei achten wir darauf, welche Information oder Möglichkeit gerade hilfreich sein kann – und wann zu viele Möglichkeiten eher überfordern würden.
Totenfürsorge und Totenfürsorgerecht – was ist der Unterschied?
Wenn wir von Totenfürsorge sprechen, meinen wir die konkrete Versorgung und die Hinwendung zu einem verstorbenen Menschen, wie wir sie auf dieser Seite beschreiben.
Davon zu unterscheiden ist das Totenfürsorgerecht. Dieser Begriff gehört zum Bestattungsrecht und betrifft die Frage, wer über die Bestattung eines verstorbenen Menschen entscheiden darf.
Von der Totenfürsorge zur Abschiednahme
Die Totenfürsorge kann Teil des Abschiedsweges sein. Auch danach kann es Zeit und Raum geben, dem verstorbenen Menschen noch einmal zu begegnen, ihn zu sehen, zu berühren oder einfach bei ihm zu sein.
Mehr dazu erfahren Sie unter Abschiednahme & Aufbahrung.
Wenn Kinder Teil des Abschieds sind, finden Sie weitere Informationen unter Kinder und Tod.
Was passt für Sie?
Wie viel Nähe Sie zur Totenfürsorge möchten und was Sie selbst tun oder lieber uns überlassen möchten, können wir gemeinsam besprechen. Wir schauen mit Ihnen, was für Sie und Ihren verstorbenen Menschen stimmig ist.


